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Interview Florian

Hi Florian! Hattest du in der Vergangenheit grosse Gewichtsschwankungen?

Mein absolutes Höchstgewicht lag bei 99.9 kg. Das weiss ich so genau, weil ich zu dem Zeitpunkt in Barcelona an einem Helikopterflug teilnehmen wollte, bei dem man nicht mehr als 100 kg wiegen durfte. War knapp und so wurde das zum Schlüsselerlebnis. Ich hatte schon immer Gewichtsschwankungen und habe entweder viel Sport getrieben und mein Gewicht unter Kontrolle gehabt oder auf beides nicht geachtet und sehr geschwankt.

Hast du bereits Versuche unternommen abzunehmen, bevor du Dario kennengelernt hast?

Ja, aber mein Hebel war zumeist mein Sportpensum zu erhöhen. Dementsprechend war es auch ein recht quälender Weg, denn die Ernährung habe ich nie so wirklich angepasst. Beim Essen habe ich versucht meine Kalorienzufuhr zu reduzieren, aber der viele Sport hat eigentlich nur mehr Hunger gemacht. Somit waren meine Bemühungen nicht sehr langfristig und früher oder später bin ich wieder in mein altes Muster verfallen.

Warum hast du dir einen Coach genommen? Und wie bist du auf Dario gekommen?

Ich wollte meinen Körper besser verstehen und genau wissen, wie viel ich mit meinem Pensum an Sport essen kann. Ich habe mir eine Formel gewünscht, mit der ich genau ausrechnen kann, was drin liegt beziehungsweise was ich durch zusätzliche Bewegung kompensieren kann. Ich habe mich dann auf der Webseite informiert und dachte das Angebot erfüllt genau das, was ich mir vorstelle: Eine Coach der Ahnung von Ernährung und Training hat und scheinbar sehr mathematisch vorgeht.

Eine Arbeitskollegin hat mir Dario empfohlen und ich kannte ihn bereits als Coach im Balboa. Er fällt ja auch optisch auf und sieht gut trainiert aus. Man sieht ihm an, dass er Ahnung von Training hat. Ich hatte auch ein Gesicht zu dem Namen und nur positives gehört und somit habe ich ihn zum Erstgespräch getroffen.

Was war deine Zielsetzung zu Beginn des Coachings? Hat die sich über die Zeit verändert?

Mein Ziel war unter 80 kg zu wiegen. Zuletzt hatte ich dieses Gewicht mit 16 oder 17 Jahren und wollte wissen, wie es aussieht und sich anfühlt. Ich habe dieses Ziel auch erreicht, aber während meiner Diät habe ich bereits gemerkt, dass das Gewicht vollkommen nebensächlich ist. Am Anfang geht es recht schnell mit den Kilos, aber dann stagniert das Gewicht und dennoch verändert sich der Körper stark. Ich habe sehr von den «Newbie Gains» (rasche Verbesserung von Kraft und Muskelmasse bei Trainings-Anfängern) profitiert. Diese Veränderung zu sehen war eine super Motivation. Und somit war das Gewicht schnell sekundär und ich habe mich auf den Fettverlust und später vor allem auf den Muskelaufbau konzentriert.

Was hat dein Freundeskreis zum Coaching und deiner Diät gesagt?

Allen denen ich es erzählt habe, waren erst einmal hellauf begeistert und sehr gespannt auf die Resultate. Einige meiner Kollegen haben auch angefangen ihre Mahlzeiten zu tracken und haben mich gefragt, was ich jetzt genau anders mache und wieviel ich esse. Selbst denen, denen ich es nicht explizit erzählt habe, ist es nach einer Weile aufgefallen, durch die Sporttasche die plötzlich immer mit dabei war, und das tracken der Nahrungsmittel.

Nach 6-8 Wochen hat sich auch optisch viel verändert, was allen positiv aufgefallen ist. Das war eine zusätzliche Motivation, die Diät und das Training weiter durchzuziehen.

War es leicht sich an den Ernährungsplan zu halten?

Die ersten ein bis zwei Wochen in der Diät habe ich schon ein bisschen gehungert. Man weiss noch nicht, was einem schmeckt und ich hatte auch keine Ahnung was kalorienreich ist. Ein Salat mit Lachs und Avocado erschien mir sehr gesund und sehr Diät konform. Gesund mag der Salat auch sein, aber das heisst nicht, dass er optimal zum Abnehmen ist – wie ich jetzt weiss. Dieser besagte Salat hatte nämlich 900 kcal und nach spätestens 3 Stunden war ich wieder hungrig. Ich konnte nicht unterscheiden zwischen gesunden und nahrhaften Lebensmitteln.

Aber nachdem ich einige Tricks raushatte und wusste, welche Dinge mir schmecken und eine attraktive Makroaufteilung haben, konnte ich auch mit meinen 1800 kcal immer so viel essen, dass ich satt war. Ich habe dann auch gelernt, wie ich die «unkontrollierten» Mahlzeiten, wie Abendessen mit Freunden über den Tag auffangen kann. Das und die harten Trainingseinheiten haben mir erlaubt, auch mal Dinge einzubauen, auf die man nicht verzichten will.

Und was für Tricks waren das?

Wirklich nichts Weltbewegendes. Vor dem Coaching mit Dario habe ich 2-mal am Tag gegessen, das Frühstück habe ich ausgelassen. Mittag- und Abendessen waren jeweils auswärts.

Dario hat mir sehr einfache Gerichte auf meinem Ernährungsplan getan. Zum Frühstück gab es einen Whey Shake. Für das Mittagessen habe ich mir häufig sehr einfache Gerichte vorgekocht, so wie Hähnchen und grünen Spargel oder Linsen. Snacks waren proteinreiche Dinge, die ich schnell im Supermarkt kaufen konnte, wie ein Hüttenkäse, Bünderfleisch oder ähnliches.

Konntest du das Coaching mit deinem Sozialleben in Einklang bringen?

Mein Sozialleben hat eigentlich nicht gelitten. Am Anfang der Diät war ich noch unsicher, was der Körper verzeiht. Also habe ich, wenn mit Freunden Essen war, einfach proteinreich und möglichst kalorienarm bestellt, so dass nicht viel schief gehen konnte. Nach einer Weile wusste ich, wie ich es über den Tag kompensieren kann, wenn ich abends etwas mehr Essen will. Ich war auch während der Diät circa 3-4 Mal die Woche mit Freunden unterwegs.

Und Alkohol wie sah es da aus?

Auch da musste ich mich nicht gross einschränken. Aber ehrlich gesagt, war das Bedürfnis auch nicht da. Wenn ich Abends trainieren wollte, wollte ich davor eh keinen Alkohol trinken und wenn ich am nächsten Morgen ins Training wollte, hatte ich auch keine Lust viel zu trinken und ein schlechtes Training am nächsten Tag in Kauf zu nehmen. Es ist also immer bei 1-2 Gläsern geblieben, aber das ist ja auch voll ok.

Welche Rolle hat das Training für dich gespielt?

Für mich war die Kombination aus Krafttraining und Diät sehr wichtig. Das hat mir mental sehr geholfen und ich hatte auch das Gefühl, meine wenigen nicht-Diät-konformen-Tage im Gym kompensieren zu können. Dabei habe ich kein Cardio gemacht.

Am Anfang der Diät war ich noch ab und zu beim HIIT Training. Aber das habe ich auch schnell sein gelassen. Es hat nur zusätzlich Hunger gemacht hat und wie Dario immer predigt, besteht im Kaloriendefizit die Gefahr, dass man Muskeln verbrennt. 

Ich bin aber mindestens 8000 Schritte pro Tag gelaufen. Ich mache nach wie vor kein Cardio, sonst müsste ich ja noch mehr essen 😊. Sport ist allgemein wichtiger geworden. Ich probiere mehr aus und habe Spass dran den eignen Körper und die Stärken oder auch Schwächen auszutesten.

Wie hast du dich motiviert das Coaching durchzuziehen und gegen den Hunger zu kämpfen?

Ich war sehr motiviert und wollte unbedingt mein Ziel erreichen und war so gespannt darauf und wusste, dass ich durchziehen will, was ich mit Dario abgemacht habe.

Am Anfang hatte ich den Gedanken, dass das nicht aushaltbar sein wird, so wenig zu essen über 3 Monate. Aber sobald man seine go-to Gerichte gefunden hat und weiss, was man Essen kann, ist es gar nicht mehr schwer und sehr alltagstauglich. Wie gesagt ich konnte sogar Essen gehen und mal ein Glas Wein trinken. Ein Loch, wo ich alles hinschmeissen wollte, hatte ich nie.

Was war das schlimmste für dich?

Das Training war viel härter als ich dachte. Dario hat mir von Anfang an gesagt, dass das Training in der Diät kein Spaziergang wird. Durch das wenige Essen hat man nicht viel Energie übrig. Mir hat sehr geholfen, dass mich Dario vorgewarnt hatte und ich wusste, dass gerade das Training an den Gewichten schwer werden würde. Und es war auch ernüchternd, dass ich mich bei den Gewichten am Anfang nur langsam steigern konnte. Nach der Diät hat sich das aber stark geändert. Ich konnte die Gewichte schnell steigern und die Trainings haben sich viel besser angefühlt.

Und was war einfacher als du gedacht hättest?

Der Effekt vor dem Spiegel war viel schneller da, als ich erwartet hätte. Nach 6-8 Wochen sah man schon eine starke Veränderung.

Hast du deine Mahlzeiten getrackt?

Ja, und das war neben dem Training meine Nummer 1 Priorität. Ohne das genaue tracken, hätte ich nie erfahren, wieviel Kalorien gewisse Lebensmittel oder Gerichte haben und eigentlich ist es auch so schnell gemacht.

Die Anfangs Zeit ist, wie so häufig, das Schwierigste. Man gewöhnt sich an die App, speichert seine wichtigsten Lebensmittel und bekommt auch ein sehr gutes Gefühl für die Kalorien, die das Essen jeweils hat.

Wie sieht deine Ernährung nach Ende deiner Diät aus? Trackst du immer noch?

Ich wiege nicht mehr alles ab. Inzwischen weiss ich recht genau, wie weit ich meine Schüssel füllen muss, um so viel Gramm Müsli zu essen, wie ich eingeplant habe. Wenn ich neue Dinge etablieren möchte, wiege ich sie nach wie vor auf meiner Küchenwaage ab.

Eigentlich hat sich nicht viel verändert und doch ist alles anders.

Ich habe früher nie gefrühstückt und hatte eigentlich nur 2 Mahlzeiten am Tag und war damit nicht so erfolgreich. Nun esse ich 3 Mahlzeiten am Tag und zwischendurch noch Snacks. Also esse ich viel mehr und das geht, weil ich jetzt viel mehr Wissen über Nahrungsmittel und meine Kalorienbilanz habe. Nun liegt auch der Burger drin, vollkommen ohne schlechtes Gewissen. Ich habe inzwischen sogar Tage, wo ich abends noch essen muss, um mein Kalorienbudget aufzufüllen. Dann sitze ich weinend vor dem Fernseher und löffele in mich hinein. Nein, aber Spass beiseite, ich hätte vorher wirklich nie geglaubt, dass ich so viel essen kann, ohne zuzunehmen. Aber besonders wenn man den Fokus auf das Training legt, hat man immer das Muskelwachstum im Kopf, und sitzt somit abends glücklich da und isst Protein Chips, die hoffentlich an den richtigen Stellen landen.

Ich esse nun wirklich, worauf ich Lust habe. Wenn das mal mehr Kalorien hat, muss ich abends wenigstens nicht noch den zusätzlichen Mitternachts-Snack reindrücken 😉

Wie war Dario für dich als Coach?

Ich wusste von meiner Kollegin, dass Dario einem die richtigen Anstösse gibt, aber keiner ist der Händchen hält, sondern ein gewisses Mass ein Eigenmotivation erwartet.

Ich mochte seine direkt Art. Ich hatte das Gefühl, dass er meine Erfolge mitfeiert. Ich hatte nicht das Gefühl, dass er versucht mir ein one-size-fits-all Coaching aufzudrücken. Ganz im Gegenteil, hat er versucht hat er versucht das Coaching so optimal wie möglich an meinen Lebensstil anzupassen. Für mich war auch sein know-how im Krafttraining entscheidend. Wenn Dario anfängt vom Training zu erzählen, spürt man seine Leidenschaft dafür, und das war sehr motivierend. Er war meine go-to Referenz für alle Fragen im Ernährungsbereich. Er sieht die Dinge sehr differenziert und sagt einem auch, ob das zusätzliche Supplement das Geld wert ist.

Würdest du ihn weiterempfehlen?

Ja, auf jeden Fall! Auch in der jetzigen Zeit, wo man nicht weiss, ob es mal wieder einen Lock down gibt, oder die Gyms schliessen, würde ich es trotzdem jedem empfehlen. Es geht gar nicht so sehr um die Fettmessungen oder Trainings im Gym. Es geht vielmehr um das Wissen, das man über Ernährung und seinen eigenen Körper lernt. Die Zeit ist sogar optimal, weil man nicht viel Ablenkung hat und sich während dem Home-Office sehr gut selbst bekochen kann.

Wenn du nochmal starten könntest, würdest du etwas anders machen?

Nein, ich würde alles genauso machen. Bisschen blöd war nur, dass ich meine Diät beendet habe, als die Badehose den dicken Pullis weichen musste 😉.

Welches Resümee ziehst du aus dem Coaching mit Dario?

Ich habe so viel aus dem Coaching mitgenommen. Man sollte das Projekt als Investition für das ganze Leben betrachten. Eine Investition in die eigene Gesundheit und das Wissen, das man sich in der kurzen Zeit aneignet, ist für immer. Ich kann es wirklich jedem empfehlen! Und so betrachtet ist es eine sehr kleine Investition, die man für sein psychischen und physisches Wohlbefinden tätigt

Vielen Dank Florian für das sehr sympathische Interview. Weiterhin viel Erfolg bei den Gains und geniess die wohl verdienten Chips!

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